Artikel: Die Geschichte hinter Dog with a Mission

Die Geschichte hinter Dog with a Mission
Von zwei Halsbändern für Skip und Teddy zu einer Marke, die heute Hunde in aller Welt begeistert.
Dog with a Mission begann nicht mit einem Businessplan. Es begann mit zwei Hunden: Skip und Teddy.
Ihre Frauchen, Eugenie Verbiest und Kim Koopman, suchten ein Hundehalsband, das es nirgends zu finden gab. Alles, was sie fanden, war klassisch, schlicht und meistens schwarz oder braun. Aber sie wollten etwas, das genauso eigenwillig war wie ihre Hunde.
Also beschlossen sie, es selbst zu machen.
Im Nachhinein war das der Anfang eines Abenteuers, das sie selbst nie hätten kommen sehen.
Ein Küchentisch, Leder und YouTube
2014 arbeitete Eugenie als Stewardess bei KLM und Kim als Interior-Stylistin. Keine von beiden hatte Erfahrung mit Lederverarbeitung oder dem Aufbau einer eigenen Marke.
Die ersten Halsbänder entstanden buchstäblich am Küchentisch.
Kim schnitt das Leder, befestigte von Hand die bunten Bänder und nähte jedes Halsband selbst. Eugenie baute währenddessen den ersten Onlineshop auf, startete Instagram und kümmerte sich um alles, was hinter den Kulissen nötig war.
Wie man Leder verarbeitet?
Das brachten sie sich einfach über YouTube bei.
Die ersten Kunden kamen von selbst
Bei Spaziergängen passierte immer wieder dasselbe.
Menschen blieben stehen und fragten, woher diese auffälligen Halsbänder kamen. Oft folgte direkt danach dieselbe Frage:
„Könntet ihr auch eins für meinen Hund machen?“
Das taten sie.
Nicht, weil sie ein Unternehmen gründen wollten, sondern weil es ihnen Freude machte, andere mit etwas Selbstentworfenem glücklich zu machen.
Kurz darauf betraten sie einen kleinen Concept Store in Bergen mit einer einfachen Frage:
„Dürfen wir ein paar Halsbänder bei euch aufhängen?“
Das durften sie.
Innerhalb einer Woche waren alle Halsbänder verkauft.
Trotzdem fühlte es sich noch nicht wie ein Unternehmen an.
Bis unerwartet eine E-Mail aus Deutschland eintraf.
Die E-Mail, die alles veränderte
Die E-Mail kam von Amy & Friends, einem Zoofachgeschäft in Deutschland.
Die Frage war einfach:
„Dürfen wir Dog with a Mission verkaufen?“
Für Eugenie und Kim war das der Moment, in dem langsam die Erkenntnis reifte, dass ihre Idee vielleicht viel größer werden könnte, als sie je gedacht hatten.
Vom Selbermachen zum Zusammenarbeiten
Am Anfang machten Eugenie und Kim alles selbst. Das war kreativ und machte Spaß, aber auch harte Arbeit. Vor allem, als immer mehr Bestellungen eintrudelten.
Kim schnitt, nähte und finishte. Eugenie kümmerte sich um Onlineshop, Instagram, Administration und alles andere, was nötig war, um aus einer Idee eine echte Marke zu machen.
Später ließen sie einen Teil des Leders von einem lokalen Lederverarbeiter in den Niederlanden zuschneiden. Die bunten Bänder befestigten sie aber weiterhin selbst.
Eines war klar: Wenn Dog with a Mission weiterwachsen wollte, musste der nächste Schritt her.
Ein Koffer voller Möglichkeiten
Über Instagram meldeten sich Hersteller aus verschiedenen Ländern. Einer davon kam aus Indien.
Eugenie schrieb zurück und fragte, ob er Muster anfertigen könne.
Nicht lange danach standen Eugenie und Kim auf ihrer ersten Messe: der Interzoo in Nürnberg. Dort erschien der Hersteller aus Indien mit einem Rollkoffer voller Muster.
Als der Koffer aufging, stimmte das Gefühl sofort.
Die Produkte sahen genauso aus, wie Eugenie und Kim sie selbst gemacht hätten: farbenfroh, robust, mit viel Liebe zum Detail und genau der Ausstrahlung, die zu Dog with a Mission passte.
Das war der Beginn einer Zusammenarbeit, die bis heute andauert. Das Atelier in Indien wuchs mit DWAM mit, und genau diese langjährige Partnerschaft ist noch immer ein wichtiger Teil der Marke.
Ein Sprung ins kalte Wasser
Dog with a Mission wuchs immer weiter. Neue Kunden, neue Läden, neue Kollektionen und immer mehr Pläne kamen dazu.
Irgendwann wurde klar: Das Unternehmen ließ sich nicht länger nebenbei führen.
Für Eugenie bedeutete das, sich von ihrem Job bei KLM zu verabschieden – einem Job, den sie sehr geliebt hatte. Auch Kim entschied sich ganz für Dog with a Mission.
Das war aufregend. Aber es fühlte sich auch richtig an.
Ab diesem Moment war DWAM nicht mehr etwas neben ihrem Leben. Es wurde ihre tägliche Arbeit, ihr kreatives Ventil und letztlich ihr Lebenswerk.
Wachsen, lernen und neu entscheiden
Wie bei jedem Unternehmen kam das Wachstum nicht von allein.
Während der Coronazeit wuchs Dog with a Mission rasant. Es kamen mehr Bestellungen, mehr Kunden und mehr Arbeit. Auch das Team wuchs mit.
Das war besonders, aber auch lehrreich.
Denn mehr Mitarbeitende bedeuten nicht automatisch, dass alles einfacher wird. Eugenie und Kim merkten: Sie sind in erster Linie Macherinnen, Designerinnen und Unternehmerinnen. Keine klassischen Managerinnen oder HR-Profis.
Durch dieses Wachstum entfernten sie sich zwischenzeitlich von dem, womit alles begonnen hatte: kreieren, gestalten und nah an der Marke bleiben.
Diese Phase hat viel gelehrt. Über Wachstum. Über Entscheidungen. Darüber, was zu Dog with a Mission passt – und was nicht.
Und vielleicht vor allem: dass größer nicht immer besser ist, wenn es auf Kosten von Kreativität und Sorgfalt geht.
Dreimal FD Gazellen
In diesen Jahren wurde Dog with a Mission drei Mal in Folge für die FD Gazellen nominiert, die jährliche Auszeichnung für schnell wachsende Unternehmen in den Niederlanden.
Das war ein besonderer Moment.
Nicht, weil Wachstum je das einzige Ziel gewesen wäre, sondern weil es zeigte, dass aus einer Idee mit zwei Hunden und einem Küchentisch eine ernstzunehmende internationale Marke geworden war.
Warum DWAM anders ist
Dog with a Mission ging von Anfang an seinen eigenen Weg.
Als Eugenie und Kim anfingen, bestand das Angebot vor allem aus gedeckten Farben und klassischen Designs. Schwarz, Braun, ruhig und sicher.
DWAM entschied sich genau für das Gegenteil: Farbe.
Für Kombinationen, die man nicht überall sah. Für Halsbänder, die auffallen. Für Designs mit Mut, Humor und Charakter.
Inspiration kommt von überall her: Reisen, Stoffe, Interieurs, Farben auf der Straße, ein Markt, ein altes Handtuch, ein Detail, das andere vielleicht gar nicht bemerken würden.
So entsteht eine Kollektion oft ganz intuitiv. Nicht nach monatelangen Meetings, sondern indem sie gemeinsam schauen, kombinieren und fühlen: Das passt.
Diese Art zu gestalten ist vielleicht der wahre Kern von Dog with a Mission. Schwer zu kopieren, weil sie nicht aus einem Trendbericht stammt, sondern direkt aus den kreativen Köpfen von Eugenie und Kim.
Mehr als ein Halsband
Ein DWAM-Produkt soll nicht nur praktisch sein. Es soll etwas auslösen.
Wenn jemand ein Halsband, eine Leine oder ein Accessoire auspackt, muss das Gefühl stimmen. Die Farben, das Leder, die Verarbeitung, das Detail.
Man soll spüren, dass jedes Detail mit Liebe und Sorgfalt gestaltet wurde.
Kein x-beliebiges Halsband, sondern ein Produkt, das glücklich macht. Etwas, das zu deinem Hund passt – und zu dir.
Diese Reaktion hören Eugenie und Kim noch heute oft von Kundinnen und Kunden: dass die Qualität überrascht. Dass die Farben in echt noch schöner wirken. Dass ihr Hund plötzlich beim Spaziergang angesprochen wird.
Genau damit hat alles einmal angefangen.
Die Mission hinter dem Namen
Der Name Dog with a Mission stammt von Kim.
Ihr vorheriger Hund, Beertje, starb jung nach einem Unfall bei einem Spaziergang. Für Kim ist Beertje für immer mit dem Gedanken verbunden, dass sein Leben nicht umsonst gewesen sein sollte.
Beertje wurde der Hund mit der Mission.
Dieser Gedanke steckt bis heute in der Marke. Bei Dog with a Mission geht es nicht nur um schöne Produkte, sondern auch darum, etwas zurückzugeben.
Deshalb unterstützt DWAM seit Jahren verschiedene wohltätige Organisationen und Tierschutzprojekte, unter anderem auf Bonaire und in den Niederlanden.
Die Mission verändert manchmal ihre Form, doch der Gedanke bleibt derselbe: Wenn du etwas Schönes erschaffst, kannst du damit auch etwas Gutes tun.
Vom Hund zum Pferd
Die Liebe zu Pferden war eigentlich schon immer da.
Schon in den Anfangsjahren schmiedeten Eugenie und Kim vorsichtige Pläne für Pferdeprodukte. Bereits vor Jahren entwarfen sie sogar Stirnriemen.
Trotzdem entschieden sie sich damals bewusst, sich voll und ganz auf Hunde zu konzentrieren. Die Pferdewelt fühlte sich wie eine eigene Welt an, mit eigenen Regeln und eigenen Ansprüchen.
Doch die Idee verschwand nie ganz.
Als ein großer amerikanischer Kunde Jahre später fragte, ob Dog with a Mission auch etwas für Pferde anbiete, kam der Plan erneut auf den Tisch.
Diesmal war der Moment genau richtig.
Die neue Pferdelinie fühlt sich deshalb nicht wie eine lose Erweiterung an, sondern wie etwas, das von Anfang an in der Marke steckte. Dieselben Farben, derselbe wiedererkennbare Stil, dieselbe Liebe zu handgemachtem Design – nur eben für Pferde.
Wofür Dog with a Mission heute steht
Dog with a Mission ist aus Leidenschaft, Kreativität und der Liebe zu Hunden entstanden.
Das klingt vielleicht einfach, ist aber genau das, was die Marke bis heute antreibt.
Hinter jedem Design stecken Entscheidungen. Über Farbe. Über Material. Über Passform. Über Qualität. Darüber, was zu DWAM passt – und was nicht.
Eugenie und Kim haben seit den ersten Halsbändern für Skip und Teddy viel gelernt. Sie haben Fehler gemacht, Erfolge gefeiert, hart gearbeitet, Entscheidungen angepasst und immer wieder neu Kurs genommen.
Doch eines hat sich nie geändert: Dog with a Mission macht nur Produkte, für die sie selbst brennen.
Produkte mit Charakter. Für Hunde mit Charakter. Und inzwischen auch für Pferde mit Charakter.
Was am Küchentisch begann, ist zu einer Marke herangewachsen, die Kundinnen und Kunden im In- und Ausland zu schätzen wissen.
Doch das Fundament ist noch immer dasselbe.
Zwei Frauen. Zwei Hunde. Unzählige Ideen. Und das Gefühl, dass es auch anders geht.